IQ-colors

Aktuelles

IQ Kongress 2016

IQ Kongress 2016Der zweite IQ Kongress findet am 06./07. Dezember 2016 im bcc Berlin Congress Center statt. Ein spezieller Fokus gilt in diesem Jahr den Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten sowie den daraus entstehenden Impulsen, um eine aufnahmefähige Gesellschaft zu stärken und zu gestalten.
Auf dem IQ Kongress 2016 treffen die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und der mehrfach ausgezeichnete Literaturpreisträger Feridun Zaimo?lu auf den Soziologen Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, um sich über die Aufnahmebereitschaft unserer Gesellschaft auszutauschen. Renommierte Wissenschaftlerinnen wie die Australierin Prof. Lesleyanne Hawthorne und Dr. Linda Manning aus Kanada reisen an, um mit Vertreterinnen und Vertretern deutscher Ministerien, Behörden und der Praxis über die nachhaltige Arbeits-marktintegration von Geflüchteten zu diskutieren. Die Wirtschaft sitzt mit am Tisch, wenn Arbeitsrechtlerin Bettina Wagner und der Leiter der EU-Grundrechtsagentur (FRA), Albin Dearing, gemeinsam mit Simone Solka vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kritisch über „Faire Arbeit für alle“ nachdenken. Auch Medienschaffende sind mit von der Partie, wenn die Berichterstattung über Migration auf dem Prüfstand steht. Dabei werden Bettina Köster vom Deutschlandfunk und der Migrationsforscher Dr. Mark Ter-kessidis genauso ihre Meinung darlegen, wie der britische Medienanalyst Rob McNeil.
Aber nicht nur in den Panels treffen Hochkaräter der Migrationsdebatte aufeinander, auch die Workshops und Roundtables werden von erfahrenen Akteuren der Arbeitsmarktin-tegration getragen. Und natürlich ist die Gästeliste ein „Who is Who“ der Migrationsszene.

Verfolgen Sie den Kongress auf Twitter oder im Livestream!

BMBF startet Förderung für Berufsanerkennung

Personen mit fehlenden finanziellen Mitteln und Beschäftigte, die unterhalb ihrer abgeschlossenen Qualifikation tätig sind, können ab heute (01. Dezember 2016) vom neuen Anerkennungszuschuss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) profitieren. Ziel des Programms ist es, eine bundesweit flächendeckende Förderung der Kosten für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ergänzend zu den bereits bestehenden Möglichkeiten der Finanzierung zu erproben.
Die Vergaberichtlinien über die Förderung finden Sie auf der Homepage des BMFB und auf der Homepage von Anerkennung in Deutschland.

Punktebasiertes Modellprojekt für ausländische Fachkräfte (PuMa) gestartet

PuMaIm Rahmen von PuMa wird Fachkräften aus Drittstaaten mit einem qualifizierten Berufsabschluss in einem Ausbildungsberuf erstmals der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt in Berufe geöffnet, die nicht auf der "Positivliste" aufgeführt sind, in denen also gegenwärtig kein Engpass auf dem deutschen Arbeitsmarkt besteht.
Dafür müssen die ausländischen Fachkräfte verschiedene Kriterien zur Integrationsfähigkeit erfüllen, die mit Punkten bewertet werden. In der Summe müssen 100 Punkte erreicht werden. Kenntnisse der deutschen Sprach sind dabei das zentrale Kriterium.
Bewerber, die ausreichend Integrationspunkte vorweisen können und das Berufsanerkennungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben, werden von der BA in einen Kandidatenpool aufgenommen und an Arbeitgeber vermittelt. Sobald ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt, dürfen die Bewerber - unter Einhaltung der visarechtlichen Vorschriften - nach Deutschland einreisen. Durch das neue Verfahren wird die Zeit zwischen der Bewerberauswahl durch den Arbeitgeber und der Einreise verkürzt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite hier und auf der Seite des BMAS.

Bewerbungstraining für Geflüchtete

Bewerbungstraining Am Mittwoch, den 23. November, organisierte SAP in Zusammenarbeit mit der IQ Servicestelle Rhein-Neckar-Kreis und dem Asylarbeitskreis Heidelberg ein Bewerbungstraining für 25 Geflüchtete aus der Region. Im SAP-Schulungszentrum erfassten 17 SAP-Mitarbeitende in Kleingruppen den persönlichen Werdegang der Geflüchteten, erstellten Lebensläufe und erläuterten den Bewerbungsprozess in Deutschland. Die Teilnehmenden mit Fluchthintergrund wiesen dabei unterschiedliche berufliche Hintergründe auf: von Englischer Literatur über Agrarwissenschaften bis hin zu Abschlüssen in der Betriebswirtschaftslehre waren diverse Berufsgruppen vertreten. 

In den Gesprächen konnten viele offene Fragen zum Lebenslauf oder dem Versand von elektronischen Bewerbungen beantwortet werden. Teilweise werden Kontakte auch in Zukunft fortgesetzt, um eine längerfristige Unterstützung im Bewerbungsprozess zu gewährleisten. Aufgrund der positiven Bilanz werden Folgeveranstaltungen zu den Themen „Anschreiben“ und „Vorstellungsgespräch“ angedacht.

Ein erster Schritt zu einer erfolgreichen Bewerbung und folglich zur Arbeitsmarktintegration der Teilnehmenden wurde damit getan.

5 Jahre IQ Baden-Württemberg: Anerkennung nicht nur von Abschlüssen

 „Der ErFachtagGespraechsrundefolg des IQ Netzwerkes in Baden-Württemberg ist zu einem großen Teil auf die sehr gute Zusammenarbeit zwischen allen relevanten Akteuren im Land und in den Kommunen zurückzuführen“ so Vanessa Ahuja, Unterabteilungsleiterin „Arbeitsmarktpolitik und Arbeitslosenversicherung” beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Vanessa Ahuja eröffnete zusammen mit Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, den Fachtag des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg.

Das IQ Netzwerk Baden-Württemberg ist seit 2011 in der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten aktiv. Damals startete das Netzwerk mit acht Kooperationspartnern. Mittlerweile gehören 29 verschiedene Institutionen mit insgesamt 40 Teilprojekten dazu, die im ganzen Land verschiedene Maßnahmen anbieten. „Wir freuen uns sehr, dass das IQ Netzwerk nicht nur auf 40 Teilprojekte in Baden-Württemberg angewachsen ist, sondern dass diese sowohl von Migrantinnen und Migranten als auch den Arbeitsmarktakteuren stark nachgefragt werden“ sagte der Koordinator des IQ Netzwerkes Baden-Württemberg, Hüseyin Ertunç.

Insbesondere im Themenfeld Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Baden-Württemberg ist das Netzwerk ein zentraler Akteur. Es wurden in den Erstanlaufstellen und Kompetenzzentren zur Anerkennungsberatung, die durch das IQ Netzwerk und das Land Baden-Württemberg gefördert werden, seit Juli 2011 mehr als 21.000 Personen beraten. „Nur mit gut qualifizierten Arbeitskräften können Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze gesichert werden und neue entstehen. Wir brauchen sowohl akademisch als auch beruflich gut ausgebildete Fachkräfte. Das IQ Netzwerk
ist ein unverzichtbarer Partner, wenn es um Beratung und konkrete Qualifizierungsmaßnahmen bei der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen geht. Fünf Jahre IQ Netzwerk Baden-Württemberg stehen für fünf Jahre erfolgreiche Integrationsarbeit von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt “, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz zur Zusammenarbeit mit der Anerkennungsberatung.

Zudem nahmen über 6000 Menschen an verschiedenen Qualifizierungsangeboten des Netzwerks teil. Diese Weiterbildungen richten sich nicht nur an Migrantinnen und Migranten, sondern auch an Arbeitsmarktakteure, z.B. Mitarbeitende von Jobcentern und Agenturen für Arbeit. „Die Zusammenarbeit des IQ Netzwerkes mit der Regionaldirektion im Bereich der interkulturellen Kompetenzentwicklung hat mich beeindruckt. Beispielhaft will ich die bundesweit einzigartige Weiterbildung zu ‚Interkulturellen Botschaftern’ nennen. In meinen Augen ein wichtiger Schritt zur interkulturellen Öffnung der Agenturen und
Jobcenter“, betont Christian Rauch.

Zur Fachkräftesituation in Deutschland hielt Dr. Rüdiger Wapler vom Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit einen Impulsvortrag. Dabei wies er insbesondere darauf hin, dass Deutschland sowohl für neue als auch schon hier lebende Zuwanderinnen und Zuwanderer langfristig attraktiver werden müsse und die Frage der Gewinnung von ausländischen Fachkräften sich nicht an der wirtschaftlichen Konjunktur orientieren solle. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde aus verschiedenen Perspektiven diskutiert, welche Rolle Migrantinnen und Migranten bei der Fachkräfteentwicklung einnehmen und wo die Potenziale und Herausforderungen liegen. Es wurde zudem eine Anerkennungskultur gefordert, die den Fokus nicht auf die unmittelbare Verwertbarkeit von Migrantinnen als Arbeits- oder Fachkräfte legt, sondern gemeinsam mit ihnen, ausgehend von ihrer sozialen und familiären Situation, langfristige Perspektiven für den Arbeitsmarkt entwickelt. Die Teilnehmenden dieser Gesprächsrunde waren Gari Pavkovic (Integrationsbeauftragter der Landeshauptstadt Stuttgart), Elena Bär (Ärztin im Klinikum Christophsbad, Göppingen und ehemalige Teilnehmerin eines IQ Angebotes), Jochen Tröger (LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG), Petra Hein (Koordinatorin für Asylsuchende und Geflüchtete der Agentur für Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen) und Andreas Foitzik (BruderhausDiakonie).

Während der gesamten Veranstaltung gab es die Möglichkeit, sich an Infoständen über die Arbeit der des IQ Netzwerkes auszutauschen. Dort informierten IQ Mitarbeitende zu Themen wie Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, Pflegeberufen, Medizinischen Berufen, Dualen Berufen, Akademischen Abschlüssen, Interkulturellen Kompetenzen und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Zudem hatten die Gäste der Veranstaltung am Nachmittag die Möglichkeit vier verschiedene Fachforen zu besuchen. Dort wurde zu den Themen Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, Qualifizierung, interkulturelle Öffnung von Arbeitsmarktakteuren und Unterstützungsmöglichkeiten für Geflüchtete und Unternehmen diskutiert.

Hinweis: Bildmaterial des Fachtages finden Sie in druckfähiger Auslösung unter:
www. http://www.netzwerk-iq-bw.de/de/pressemitteilungen.html
Dort unter der Pressemitteilung vom 22.11.2016, Anerkennung nicht nur von Abschlüssen)


top
Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales Logo Europäischer Sozialfond für Deutschland Europäische Union Logo Zusammen Zukunft Gestalten
In Kooperation mit:
 
Logo Bundesministerium für Bildung und Forschung Logo Bundesagetur für Arbeit