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Aktuelles

Mexikanische Ärzte in Baden-Württemberg

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) und der mexikanischen Arbeitsverwaltung (Servicio Nacional de Empleo SNE) und wurde für die Gewinnung von medizinischen Fachkräften in Deutschland ins Leben gerufen. Zunächst wird es in den drei IQ Landesnetzwerken Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erprobt. Bedingung ist, dass die Ärzte nach Erhalt der deutschen Approbation für eine gewisse Zeit ihre Arzttätigkeit auf dem Land ausüben, da hier der Fachkräftemangel besonders groß ist. Die Ärzte sollen noch dieses Jahr ihre Prüfung für die Approbation in Deutschland ablegen. Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Website der FIA.
Foto: Michael Riemann (FIA)

Leitfaden zu §17a

Mit dem am 1. August 2015 in Kraft getretenen § 17a Aufenthaltsgesetz (AufenthG) erhalten Fachkräfte aus Drittstaaten die Möglichkeit, die im Rahmen eines Anerkennungsverfahrens festgestellten wesentlichen Unterschiede durch Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme auszugleichen und dadurch die berufliche Anerkennung bzw. die Berufszulassung in Deutschland zu erreichen. Nach Erlangung der vollen Gleichwertigkeit bzw. der Berufszulassung kann bis zu ein Jahr lang ein Arbeitsplatz gesucht werden. Fachkräfte haben somit die Möglichkeit, sich für eine volle Gleichwertigkeit zu qualifizieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ziel dieses Leitfadens ist es, den mit § 17a AufenthG befassten Akteuren in handlicher Form einen Überblick über die Zuständigkeiten und Schnittstellen im Verfahren nach § 17a AufenthG zu geben

Hier können Sie die Broschüre in englischer Sprache online abrufen.

Ein wichtiger Schritt Richtung Berufszulassung

Grund zum Feiern hatten am Freitag, 27. Juli 2018, zahlreiche internationale Ärztinnen und Ärzte, denn sie haben einen dreimonatigen Vorbereitungskurs der Freiburg International Academy (FIA) für die Kenntnisprüfung in Heidelberg erfolgreich abgeschlossen. 210 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 36 Ländern haben von September 2017 bis Juli 2018 die Kurse in der Neckar-Stadt absolviert. Der überwiegende Teil von ihnen kommt aus Nicht-EU-Ländern wie Syrien (42 Prozent), oder Ägypten (8 Prozent), Saudi-Arabien, Libyen und dem Irak (je 6 Prozent). Geringer vertreten sind Ärztinnen und Ärzte aus dem Sudan, dem Jemen, aus Algerien, Tunesien und Palästinensischen Autonomiegebieten, Marokko, Nepal und Jordanien. Auch deutsche Mediziner, die einen ausländischen Abschluss haben, befinden sich unter den Kursteilnehmenden.

Bei der Abschlussfeier im Kongresshaus Stadthalle Heidelberg erhielten sie nun ihre Teilnehmerzertifikate von Hüseyin Ertunc, Gesamtkoordinierung IQ Netzwerk Baden-Württemberg, sowie Wolfgang Erichson, Bürgermeister für Umwelt, Bürgerdienste und Integration der Stadt Heidelberg. In seiner Rede brachte Hüseyin Ertunc seine Anerkennung gegenüber der Leistung aller Teilnehmenden zum Ausdruck: „Sie alle haben eine anstrengende Zeit hinter sich, haben viele Hindernisse und Irritationen überwunden und werden hoffentlich bald hier in Deutschland arbeiten können“. An Bürgermeister Erichson richtete Herr Ertunc daher seinen Appel, er möge mithelfen, Druck auf die Politik auszuüben, um zu erreichen, dass sich die Wartezeiten zwischen Kursende und Kenntnisprüfungstermin verkürzen.

Denn nur wer die Kenntnisprüfung besteht und somit nachgewiesen hat, über dasselbe Wissen zu verfügen, das von den Absolventinnen und Absolventen deutscher medizinischer Hochschulen verlangt wird, darf in Deutschland als Ärztin oder Arzt arbeiten. Wolfgang Erichson sprach von einer „unverzichtbaren Brücke“, die die ausländischen Medizinerinnen und Mediziner zwischen dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen schlagen: „Sie werden hier dringend gebraucht“.

Nabeel Farhan, Geschäftsführer und ärztlicher Leiter der FIA, gratulierte allen Teilnehmenden und dankte dem IQ-Landesnetzwerk Baden-Württemberg sowie der Stadt Heidelberg für die überaus gute Zusammenarbeit. „In Baden-Württemberg machen wir nur positive Erfahrungen.“

Als eine „einzigartig medizinische Fortbildung“ lobte die ehemalige Kursteilnehmerin Malika Ghlilat den Vorbereitungskurs in ihrer Ansprache. Sowohl die FIA als auch das IQ-Landesnetzwerk Baden-Württemberg und die Stadt Heidelberg haben der Ägypterin geholfen, ihrem Traum als Ärztin in Deutschland arbeiten zu können, näher zu kommen: „Der Vorbereitungskurs ist ein wichtiger Schritt, um die Approbation zu erhalten.“

Die dreimonatigen Vorbereitungskurse der FIA werden in Heidelberg seit Juli 2015 in Kooperation mit dem IQ-Landesnetzwerk Baden-Württemberg sowie der Stadt Heidelberg angeboten. Innerhalb der zwölf Wochen üben die Ärztinnen und Ärzte aus aller Welt unter anderem mit Schauspielenden Patientengespräche, schreiben Arztberichte, erstellen Anamnesen und lernen „Deutsch für Ärzte“. Bislang immer mit großem Erfolg. So gab es auch in den vergangenen elf Monaten keine Kursabbrüche.

IQ sucht Projektpartner für die neue Förderrunde ab 2019

Weiterentwicklung des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ in der nächsten Förderrunde (01.01.2019 – 31.12.2022): Informieren Sie sich hier  zu den Schwerpunkten der neuen Förderperiode und zum Ablauf des Interessenbekundungsverfahrens in Baden-Württemberg. 

Der ESF auf Tour...

Am 10. und 11. Juli 2018 machte die ESF-Tour Halt auf der Landesgartenschau in Lahr. Die Besucher erwartete ein vielfältiges Programm von ESF-Projekten aus ganz Baden-Württemberg. Auch das IQ Netzwerk Baden-Württemberg war natürlich mit dabei...!

Lesen Sie hier den Bericht zur Veranstaltung oder sehen Sie sich das Veranstaltungs-Video an!  


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Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
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